Montag, 23. September 2019
Notruf: 112

XantenKatastrophenschutztag Jugend

am 07.09.2019 in Xanten

Der Wettergott hatte es gut gemeint mit uns. Parallel zum Bundeswettbewerb der Jugend-feuerwehr (ca. 600 Teilnehmer) hatte der Kreis Wesel zu einem Katastrophenschutztag eingeladen. Auf dem Marktplatz vor dem Dom präsentierten ich neben den Hilfs organisationen, die Feuerwehr, die Polizei, die Bundeswehr und das THW. Große und kleine Bürger konnten sich vor Ort über die Aufgaben und das Leistungsspektrum der einzelnen Organisationen und Fachdienste informieren.

Einsatzauftrag:        

Xanten 1Gemeinsam mit unseren Kameraden der Feuerwehr und der Kreisleitstelle Wesel beteiligte sich die Einheit IuK-Technik an der Blaulichtmeile.

Zahlreiche kleine und große Gäste fanden den Weg zu uns. Zu den Xanten 2Besuchern zählten unser Verwaltungsvorstand, die Herren Landrat Dr. Ansgar Müller, Dr. Lars Rentmeister und der Fachdienstleiter Herr Frank Brändel. Wir durften auch unseren NRW Innenminister Herrn Herbert Reul bei uns begrüßen.

Xanten 3Ein Anziehungspunkt waren sicherlich unsere Erkundungs-Drohnen (ULfz), die wir zum ersten Mal offiziell der Bevölkerung vorstellen konnten. Leider waren einige Besucher etwas enttäuscht, weil unsere Fluggeräte auf dem Boden blieben.

    Wie im richtigen Flugverkehr gilt für uns: SAFETY FIRST!

Um die Sicherheit für Besucher und Aussteller zu gewährleisten, hatten wir zu Beginn der Veranstaltung eine Risikobewertung durchgeführt. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse und Flughindernisse am Start- und Landeplatz hatten unsere Drohnen-Piloten entschieden, auf den Flugbetrieb verzichten.

Einsatzmittel:                                  

ELW 2, ELW 1.1, GW Funk, mobile Pressstelle, Multicopter Systeme, LTE-Boxen und diverse Kommunikationmittel

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 Xanten 5KatS Tag Xanten 2019 4

HINWEIS: Das erstellte Bildmaterial ist Eigentum der IuK-Kreis Wesel und wird dem Auftraggeber nur für den jeweiligen Einsatzzweck zur Verfügung gestellt. Eine Weiterverwendung, oder eine Weitergabe an Dritte und Veröffentlichung (social media) ist ohne schriftliche Erlaubnis der IuK-Kreis Wesel nicht gestattet.

Kenntnisnachweis gemäß § 21a Abs. 4  Luftverkehrsordnung (LuftVO) zum Steuern von unbemannten Fluggeräten (ULfz). 

was hier etwas sperrig klingt, ist die offizielle Bezeichnung für den so genannten „Drohnenführerschein“.

Drohnen Verordnung

 

Mit der am 07. April 2017 in Kraft getretenen „Verordnung zur Regelung des Betriebes von unbemannten Fluggeräten“ hat das zuständige Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Vorgaben für *unbemannte Luftfahrzeuge (ULfz) mit Wirkung zum 01. Oktober 2017 verschärft und vereinheitlicht.

 

Abbildung Quelle: BVMI

 

Die novellierte Luftverkehrsordnung (LuftVO) fordert von den Steuerern (Piloten), unbemannt er Luftfahrzeuge (ULfz wie Drohnen, Flugmodelle), mit einer Startmasse über 2 kg grundsätzlich diesen Kenntnisnachweis. Auf die Ausnahmen gehen wir an dieser Stelle nicht näher ein. Diese können im Netz ausreichend recherchiert werden.

Eine Europäische Lösung wird die nationalen Regelungen ablösen

Kaum haben wir uns mit der LuftVO angefreundet, hat die Europäische Kommission für unbemannte Luftfahrzeugsysteme (UAS) weitreichende Regulierungen vorgenommen und am 11. Juni 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Ab dem 01.07.2020 gilt die Durchführungsverordnung 2019/947 für den Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge und die delegierte Verordnung 2019/945 über technische Anforderungen an unbemannte Luftfahrzeugsysteme. Mit Übergangsfristen werden diese neuen Vorschriften die nationalen Regeln ersetzen. Ziel ist: die Betriebsbedingungen in allen EU-Staaten zu harmonisieren. Auch ein praktischer Prüfungsteil (skill test) ist in der Planung. Künftig wird die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA in Köln) für solche Fragen zuständig sein. Gegenwärtig ist hier sehr viel in Bewegung.

Sonderrechte für BOS

Gemäß § 21a Abs. 2 LuftVO sind BOS in Deutschland von dieser Kenntnisnachweispflicht ausgenommen. Wir gehen davon aus, dass es auch so bleiben wird. Das ist für uns jedoch kein Freifahrtschein. I.d.R. unterstützen wir Ordnungsbehörden oder leisten Amtshilfe. Unsere Einsatzpraxis hat gezeigt, dass wir eine besondere Verpflichtung zur Einhaltung der Luftfahrt- und Sicherheitsregeln sowie eine erhöhte Sorgfaltspflicht haben (vergleichbar mit den Sonderrechten gemäss §35, 38 StVO).

Für die Einheit IuK-Technik Kreis Wesel gilt SAFETY FIRST

Bild 1Als Teilnehmer am Luftfahrtverkehr, sind wir uns der Verantwortung bewusst, wenn wir unsere Drohnen aufsteigen lassen. Daher hat sich die IuK-Führung in Abstimmung mit der Kreisverwaltung Wesel entschlossen „offizielle Steuerer/Piloten“ ausbilden zu lassen.

Die ersten Kameraden haben erfolgreich ein umfang-reiches Training für Copter-Piloten, mit Schwerpunkt BOS absolviert und den „LBA-Drohnenführerschein“ erworben. Die Ausbildung und Prüfung wurde durch eine anerkannte Stelle des Luftfahrtbundesamtes (LBA) bei uns im Hause durchgeführt. Weitere Schulungsmaßnahmen für die Drohnen-Gruppe sind in der Planung.

 

Ein Überblick unserer LBA konformen Drohnenausbildung

 

Etwa drei Wochen vor dem Start, erhielten die Teilnehmer von ihrem Fluglehrer umfangreiches Lehrmaterial und Aufgaben zum Einlesen und Selbststudium. Es folgten:

Ein Wochenende Theorie: Bild 2.jpg

  • Luftraumstruktur, Flugzonen, ICAO-Karten
  • Luftfahrtgesetze, Drohnen Recht
  • Drohnentechnik und Betriebssicherheit
  • Wetterkunde
  • Navigation und Sensorik dieser Fluggeräte
  • Technische Sicherheit, Akkumanagement
  • Sicheres Fliegen, Notfallmanagement
  • Schutz der Privatsphäre
  • Flugdokumentation

 

 

Ein Wochenende Praxis & Kenntnisprüfung:

  • Review des theoretischen Teils    Bild 3
  • Flugpraxis, Betriebssicherheit, Notfallmanagement
  • Sicheres Fliegen, Flugmodi
  • Naturschutz und Persönlichkeitsrechte
  • Einweisung in unser neues Drohnensystem
  • Fernsteuerung, ground station
  • Technik und Sicherheit
  • LBA-Kenntnisprüfung

Damit erfüllen die Piloten der IuK schon jetzt freiwillig und nachweislich die LBA-Anforderungen und Sicherheitsstandards. Davon profitieren nicht nur unsere Piloten sondern auch die Bürgern im Kreis Wesel. Eine gute Basis für kommenden Einsätze und die Europäischen Vorschriften.

 

 

*unbemannten Luftfahrzeuge (ULfz) - wird im deutschsprachigen Raum voraussichtlich die offizielle Bezeichnung für Drohnen (UAS) werden?

Heute, am 31.01.2019 wurde die Stationäre – Relaisfunkstelle des Katastrophenschutzes auf Kanal 497 im Kreis Wesel abgeschaltet und zurückgebaut.

Mit der Abschaltung der Relaisfunkstelle ist ein neues Technik-Zeitalter nach fast 50 Jahren angebrochen.

Nach Sechs Jahren der Umsetzung des Digitalfunk im Kreis Wesel, war der Rückbau längst überfällig.

Abschaltung K497

 

Letze Durchsage um 11:11 Uhr „Hier Relais Kreis Wesel – der Betrieb wird eingestellt.“

Gemeinsame Jahresübung 2018Jahresausbildung 2018

der IuK-Gruppen (AK 3)

Einmal im Jahr treffen sich die IuK-Gruppen des unteren Niederrheins (Arbeitskreis 3) zu einer gemeinsamen Übungs- und Fortbildungsveranstaltung. An diesem sonnigen Herbstwochenende vom 28. bis 30.09.18 folgten 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte von verschiedenen IuK-Einheiten der Einladung in die Schill-Kaserne Wesel.

Als teilnehmenden Einheiten durften wir begrüßen:

  • IuK-Gruppe des DRK KV Niederrhein
  • IuK-Gruppe des DRK KV Krefeld
  • IuK-Gruppe des Kreises Kleve
  • IuK-Gruppe des Kreises Viersen
  • IuK-Gruppe des Malteser Hilfsdienst Wesel
  • IuK-Gruppe des Kreises Wesel

Ausrichter sind die jeweiligen Städte/Kreise bzw. deren IuK-Einheiten. 

Der Kreis Wesel hatte in Absprache mit der Bundeswehr für die Infrastruktur, Unterkunft und Verpflegung in der Schill-Kaserne Wesel gesorgt.

2Am Samstag nach dem Frühstück ging es im U-Raum bis zu Nachmittag um Vorträge und offenen Erfahrungsaustausch.

Was ist neu (z.B. DV 800)?

Was ändert sich im TK-Bereich (z.B. fremde Netze - Rückbau der analogen FM-Technik)?

Wo gibt es Reibungspunkte?

Bis Sonntagmittag war Zeit für die Praxis. Die Einheit IuK-Technik Kreis Wesel nahm zum ersten Mal in ihrer erweiterten Form mit Mitgliedern aus den Reihen der Feuerwehren/KLW teil.

Die Fachgruppe: Technische Unterstützung4

übte die netzwerktechnische Verknüpfung von ELW 1.1 mit dem ELW 2.0 sowie den Aufbau von drahtlosen Netzwerken.

 

 

Die Fachgruppe: Informationsbeschaffung 3 2

stellte ihre ersten Ergebnisse und Erfahrungen mit ihrem Drohnen-System vor. Jeder TN hatte die Möglichkeit, sich selbst als Drohnen-Pilot auszuprobieren. Das Life Streaming (LTE-Box) von Bildmaterial in die Opta-EL wurde geübt.

 

 

5Die Kameraden des DRK KV Niederrhein bzw. die Landesvorhaltung des LV Nordrhein hatten einen Moppel mitgebracht und referierten zum Thema: Stromversorgung im Einsatz (EuP, DGUV Vorschrift 3). Dazu rollte aus Güdderath ein Abrollcontainer Zugfahrzeug mit 2-Achsen Anhänger (585 kVA Ersatzstromerzeuger) an.

                       

 

FAZIT:

Wie immer war es eine vielseitige und kurzweilige Veranstaltung bei der auch das Kameradschaftliche nicht zu kurz kam. Die meisten TN kennen sich schon seit vielen Jahren. Dadurch, dass sich jede Einheit mit einem interessanten Thema oder Beitrag einbringt lebt diese Veranstaltung. Es war für jeden etwas dabei. Jeder TN sowohl „alter Hase“ als auch „junger Hase“ konnte etwas für sich mitnehmen. Schön zu sehen, dass auch neue Gesichter den Weg zur IuK gefunden haben – es dürfen auch mehr werden. In 2019 gerne wieder – vielleicht mit einer noch größeren Teilnehmerzahl.

                                                          

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